Montag, 8. August 2011

Co$$ - Before I Awoke


Release Date:
21. Juni 2011

Label:
Tres Records

Tracklist:
01. Risen
02. Spaceman
03. Khakis and Taylors
04. In the Wind
05. When I Feel (Feat. Shawn Jackson)
06. 10-4
07. What It Is?
08. Burn It Down
09. Da Meanest
10. Pot Ash
11. Only When I Dream (Feat. Sene & Aloe Blacc)
12. Love Is
13. Born Again (Feat. Blu & Sene)
14. No Allah
15. Scriptures
16. Before I Awoke (No Rest)
17. So Simple (Bonus)
18. Falling From Grace (Bonus)
19. Star (Feat. Shawn Jackson) (Bonus)

Review:
Co$$ ist ein Produkt von Tres Records. Seit nunmehr drei Jahren wird der Rapper aus Los Angeles vom derzeit angesagten Label von Chikara, das junge und für Frische sowie Abwechslung stehende Künstler wie Shawn Jackson oder Blu beheimatet, promotet. Davor ist Co$$ (der anfangs noch ein "Holo" vor seinem Namen trägt, damit aber nicht die besten Erfahrungen macht) beinahe komplett unbekannt - auf Exile's "Dirty Science" tritt er zum ersten Mal größer in Erscheinung und ist seit diesem Zeitpunkt als Gefolgschaft vom Camp um Blu & Exile abgestempelt, gilt einigen sogar als Geheimtipp. Mit einem eigenen Album kann dieser Status natürlich schnellstens überwunden werden (man erinnere sich an niemand anderen als Blu selbst), doch Co$$ braucht drei Jahre (was ihn selbst sehr verwundert), bis das immer wieder kleinen Änderungen unterworfene "Before I Awoke" erscheint.

WRITTEN FOR Rap4Fame
 
Ein Rundumschlag aus dem Nichts ist es damit nicht mehr, denn mit diversen Gastauftritten und einigen Mixtapes (u.a. "Sleepwalking") konnte der Herr inzwischen schon ein paar Erwartungen generieren - und dies sicherlich nicht zu Unrecht, denn Co$$ hat nicht nur auf den ersten Blick eine Wundertüte im Gepäck, in der für viele etwas dabei ist. Bei den Produzenten wird eine überraschend große Anzahl zur Arbeit berufen, zwischen unbekannten Namen wie J83 oder Fonetik Simbol stechen einige wohlbekannte (Chief, Exile, Cook Classics) durch und deuten an, in welche Richtung der Sound geht. Die Assoziationen, die man bei einem Exile herstellt, sind vollkommen gerechtfertigt, denn genau so klingt "Before I Awoke", wobei Co$$ besonderen Wert darauf legt, dass trotz der vielen Köche die Suppe nicht zu bunt schmeckt. Ca$hUSKing selbst schließlich ist ein Emcee, der sich selbst, bedingt durch eine bewegte Kindheit und Jugend, Conscious- als auch Straßeneinflüsse zuschreibt. Hinzu kommt eine zurückgelehnte, spielerische Delivery, verpackt in einen schnörkellosen und guten Flow. "Before I Awoke" ist also oft genau das, was man erwartet: sommerlich-relaxte Musik und ein entsprechend aufgelegter Emcee, der Geschichten aus dem Leben zum Besten gibt oder wie in der wunderschönen Piano-Achterbahn "Spaceman" mit bestem Cali-Swag einige Battle-Lines kickt. Ausschließlich dieses Bild will Co$$ aber anscheinend doch nicht bedienen, so legt "Da Meanest" einen etwas härteren Gang ein, was sich (trotz eines für Exile recht verhaltenen Beats) gut ins Gesamtbild einfügt. "Pot Ash" (ebenfalls Exile) geht da als jazzige, vollkommen entspannte Nummer aber noch ein Stück besser ins Ohr, denn letztendlich sind es doch genau diese oben beschriebenen, sommerlichen Nummern, die das Herz der LP ausmachen. Deswegen hätte man entartete Tracks wie "10-4" oder "Burn It Down" auch streichen können, zumal die Scheibe mit ihren Bonus-Tracks keinesfalls zu kurz ausfällt. Im fortgeschrittenen Mittelteil ist es dann Feelin Music's Chief, der die Zügel in die Hand nimmt, zuerst mit "Only When I Dream" (mit starkem Einsatz seiner Gäste) und dann vor allem im wunderschönen "Love Is", das Co$$' Reise durchs titelgebende Gefühl beschreibt. Neben den bisher angesprochenen Themen stellt sich Co$$ noch eine essenziellere Frage, nämlich die nach dem Sinn der Spiritualität, vor allem in einem Song-Tupel, das gegen Ende einläuft: "No Allah" konfrontiert eine transzendente Ordnung mit den Übeln der Welt, doch vor allem "Scriptures" (für dessen traumhaften Beat The Soul Academy Respekt gebührt) kristallisiert sich als lyrisches Juwel der Platte heraus: "I often mind, often my mama said "Boy you need some saving. Pray, you need to read the scriptures." / So I read various depictions from various religions, to find truth and gain me some wisdom / All I found was false superstition, and too much division, to baptize my body as a Christian / ... / Am I a runner? Who be fleein' from his fate? Is it faith for those who ask and hell flames for those who wonder, I often wonder...". Es folgen noch der Titeltrack als sehr passender Abschluss sowie drei Bonus-Cuts, die im eigentlichen Album in der Tat wenig Platz gefunden hätten und von denen lediglich "Falling From Grace" das Album nochmal nach oben zieht.

Wer gehofft hat, "Before I Awoke" wird der nächste viel umrühmte Volltreffer à la "Boy Meets World" oder "Below The Heavens", der sollte seine Erwartungen zurückschrauben, denn einen solchen Coup hat Co$$ nicht gelandet, dafür fehlt dem Sound-Teppich die letzte Konsequenz, wenngleich die Vielzahl der beteiligten Produzenten erstaunlich gut unter einen Hut gebracht wurde. Was Co$$ dagegen zu veröffentlichen geschafft hat, ist sein eigenes Album. Hier versucht niemand, so zu sein wie Blu oder irgendjemand sonst, dieser Interpret steht für sich selbst, was vor allem durch die Auswahl der besprochenen Themen erreicht wird. "Before I Awoke" ist ein gutes, aber kein Traumdebüt, stellt aber einen sehr interessanten Künstler vor, von dem man in Zukunft gerne mehr hört.

6.7 / 10

The Alchemist - 1st Infantry





Release Date:
17. September 2004

Label:
Koch Records / ALC Records / All City Music

Tracklist:
01. Intro
02. Dead Bodies (Feat. The Game & Prodigy)
03. Your Boy Al (Interlude)
04. The Essence (Feat. The LOX)
05. Hold You Down (Feat. Prodigy, Nina Sky & Illa Ghee)
06. Industry Rule 4080 (Interlude)
07. Stop The Show (Feat. Stat Quo & M.O.P.)
08. D-Block To QB (Feat. Havoc, Big Noyd, Styles P & J-Hood)
09. Bangers (Feat. Lloyd Banks)
10. Where Can We Go (Feat. Devin The Dude)
11. It's A Craze (Feat. Mobb Deep)
12. For The Record (Feat. Dilated Peoples)
13. Boost The Crime Rate (Feat. Sheek & J-Hood)
14. Strength Of Pain (Feat. Chinky)
15. A Soul Assassins Tale (Interlude)
16. Bang Out (Feat. B-Real Of Cypress Hill)
17. Tick Tock (Feat. Nas & Prodigy)
18. Pimp Squad (Feat. T.I. & The P$C)
19. Different Worlds (Feat. Twin Gambino)

Review:


Nicht nur ist die Liste der Projekte, in deren Credits der Name The Alchemist auftaucht, schon im Jahr 2004 äußerst lang, auch die Bandbreite, die Alan Maman zu diesem Zeitpunkt schon abgedeckt hat, ist erstaunlich und geht Hand in Hand mit seinem interessanten Werdegang, der unter den Fittichen von Muggs Gestalt annahm und sich dann (mit den großen Eckpunkten Dilated Peoples und Mobb Deep) über die halbe Szene ersteckte. Im neuen Jahrtausend hat ALC seinen festen Platz als eine der gefragtesten Größen der Szene gefunden, ist dabei für den Großteil der breiten Masse aber immer noch eine unbekannte Hintergrundfigur. Doch die Zeiten stehen günstig für die weiter in den Mittelpunkt des Interesses rückenden Produzenten, weshalb Alchemist vor dem großen Schwall seine Chance ergreift und ein Producer-Album namens "1st Infantry" veröffentlicht.

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Viele der ehemaligen Kollaboratoren finden sich in der Tracklist wieder, was als logischen Schluss zulässt, dass dieses Album zumindest im Ansatz so bunt wird wie Alchemist's bisherige Diskographie. Primär spiegelt "1st Infantry" allerdings das Jahr 2004 wider, sowohl in seinem Sound als auch hinsichtlich der Gäste. In der Zeit nach diesem Album nämlich erlebte der Alchemist nochmals einen gehörigen Aufschwung, der auch seine Herangehensweise beim Bauen seiner Beats beeinflusste. Zum Zeitpunkt dieser Scheibe wird immer noch aus dem Untergrund heraus operiert, tragen die Instrumentals großteils die Signatur, die im Zuge der inzwischen schon längeren Zusammenarbeit mit Eastcoast-Größen (allen voran Mobb Deep) erarbeitet wurde. Man wundert sich also kaum darüber, fast dem ganzen Infamous-Camp zu begegnen. Dass der aus The LOX entwachsene D-Block einst relevanter war als heute, belegt Präsenz auf drei Tracks, einer sogar mit "D-Block To QB" betitelt, der als schöner ALC-Streetbanger von der Stange wunderbar funktioniert. Die lustige Seite solcher Produzenten-LPs gibt es in Form von Gästen wie J-Hood, nach dem kurze Zeit nach Album-Release schon (wortwörtlich) kein einziger Hahn mehr krähen würde. Doch vor allem mit Sheek im quietschenden, etwas inhaltslosen "Boost The Crime Rate" macht er alles andere als eine schlechte Figur. Vor all diesen Tracks steht zuerst jedoch ein klassisches HipHop-"Intro", ohne wirklichen Nährwert und in diesem Fall dazu da, dem Hörer mittels Einspielen einer Auswahl der bekanntesten ALC-Beats zu vermitteln, wo dieser Herr bereits seine Finger im Spiel hatte. Im weiteren Verlauf finden sich noch einige Skits, u.a. mit einem überspitzt gezeichneten Record Exec und "Jerry from Swindle Management", die teils recht witzig, aber nie essenziell sind. Das sind schon eher einige der Tracks: "Dead Bodies" brettert mit schepperndem Piano, knüppelharter Drumline und einem erstaunlich gefährlich aufgelegten Prodigy (der den lahmen Jungspund The Game auf die hinteren Plätze verweist) munter los, später wird mit "It's A Craze" und einem Hauch besserer IMD-Tage meisterhaft nachgelegt. Rakaa und Ev lassen es in "For The Record" etwas ruhiger angehen, verrichten jedoch auch ordentliche Arbeit. Da inhaltlich nicht übermäßig viel passiert, wird nie vergessen, dass man sich auf Alchemist's Album befindet, sogar auf "Hold You Down" nicht, das für eine Chart-Single schwer in Ordnung ist. Anders "Pimp Squad", in dem dank T.I. und seinen Hofschranzen wenig bis gar nichts los ist, oder auch Chinky's Solonummer, die zeigt, wie schnell ihr einzigartiges Stimmorgan anstrengen kann. Für Devin's schleppendes "Where Can We Go" dagegen muss man in der richtigen Stimmung sein. Neben bereichernden Auftritten von Banks und B-Real ist es "Different Worlds", das zwar nicht zu den besten Songs gehört, mit seinem Konzept aber heraussticht: ALC greift selbst zum Mic und skizziert im Hin und Her mit Gambino deren zwei komplett verschiedene Lebenswege - einmal das gute Elternhaus in Beverly Hills und dann das harte Leben an der 41st Side.

Da dieses Projekt kein Konzept verfolgt, war der hauptsächliche Zweck wohl der, den eigenen Status weiter auszubauen. Das ist dem Alchemist auch fraglos gelungen, ganz nebenbei ist auch noch eine beachtliche Zahl astreiner Tracks abgefallen. Trotzdem darf man sich an dieser Stelle fragen, wie dieses Album wohl hätte klingen können, wenn ALC sich beispielsweise strikt auf die Arbeit mit der Infamous-Bande und somit einen geschlossenen Sound konzentriert hätte - oder eine beliebige andere Richtung eingeschlagen hätte, die "1st Infantry" zu mehr als einer Ansammlung von Tracks gemacht hätte - denn trotz einiger Skits ist dieses Produzentenalbum genau das. Zum Glück ist der Alchemist in einer guten Form und macht seine Platte mit vielen Krachern trotzdem fast durchgehend hörenswert.

6.8 / 10

Blaq Poet - Blaq Poet Society


Release Date:
21. Juni 2011

Label:
Brick Records

Tracklist:
01. Intro
02. Power Music
03. Butcher Shop (Feat. R.A The Rugged Man)
04. Charles Speaks
05. Daytime Shootouts (Feat. Jaysaun & Chief Kamachi)
06. Hood Talk
07. Bushmaster Music (Feat. Vinnie Paz & Lateb)
08. Guns N Ammo
09. Mortuary Music
10. Bill Speaks
11. New Age Villain (Feat. Reef The Lost Cauze)
12. Blood Pool (Feat. Wais P)
13. Life Of A Hustler (Feat. Capone)
14. Nighttime Shootouts (Feat. Apathy & Celph Titled)

Review:
Zuerst einmal: Nein, Blaq Poet hat Premo's Label Year Round nicht den Rücken zugewendet, was einem hier entgegenlächelt ist vielmehr ein Seitenprojekt, das seine Ursprünge irgendwann im Jahr 2008 hat, als der Bostoner Produzent Stu Bangas über einen gemeinsamen Kumpel an den QB-Graurücken herantritt und Interesse an gemeinsamer Arbeit verlauten lässt. Also wird ein Track aufgenommen, der offensichtlich beiden gefällt, denn Poet springt direkt auf den Vorschlag, ein ganzes Album aufzunehmen, an. Daraufhin klingelt Stu, seines Zeichens Teil von Guns-N-Butter, beim Kollegen Vanderslice an, berichtet von dem Projekt und ehe man sich's versieht ist die Konstellation aus zwei Producern und einem Emcee für "Blaq Poet Society" fix, wobei als Label das ebenfalls in Boston ansässige Brick Records naheliegt.

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Der Albumtitel selbst erklärt außerdem die Politik der offenen Tür, nach der Poet sowohl einige alte Bekannte aus NY mit aufs Album lädt, aber auch offenherzig diverse neue Kollabos, zu denen dank seiner Produzenten ein guter Draht besteht, eingeht. Das ist zwar alles schön und gut, beantwortet aber die Frage nach der Motivation hinter der LP nicht wirklich. Stu meint, seine Beats seien harter, "grimy street shit", der perfekt zu Poet passe. Diese Aussage darf man jedoch bis zum Beleg schwer anzweifeln, denn vor allem wer "Fight Music" mit Reef The Lost Cauze gehört hat, der erinnert sich, dass Stu zwar wuchtige, aber in erster Linie stur mit dem Kopf gegen die Wand hämmernde Beats bastelt. Mit dem ruffen QB-Sound, in den man einen Blaq Poet gerne gekleidet sähe, hat das noch nicht sonderlich viel zu tun. Einerseits darf zwar gesagt werden, dass die Beats von Stu und Vanderslice besser sind, als sie es noch auf dem sehr lauwarmen (und mit ähnlichem Thema gerüsteten) "Fight Music" waren, das Gelbe vom Ei ist das Zusammentreffen dieser Gesellschaft voller harter Jungs ("only real niggas is down with my society") trotzdem nicht. Poet ist dabei nicht ganz unschuldig: Wer auf einem Album von ihm lyrisch Überdurchschnittliches erwartet, der ist selbst schuld, doch die hier gebotene Eindimensionalität ist teilweise hart an der Schmerzensgrenze: Das harte Leben, das man führt, ist die Grundlage, die Folge ist, dass Poet der härteste von allen ist und nach seinem morgendlichen Müsli ein halbes Dutzend halbe Hemden und Rivalen mit Kugeln (abgefeuert aus einem Element seiner weitreichenden Waffensammlung) durchsiebt. Dieses irgendwann anstrengende Thema könnte mit grandiosen oder abwechslungsreichen Beats funktionieren, doch auch auf dieser Ebene erwartet den Hörer stur-strikte Eintönigkeit. Dicke Kicks, gefährlich gedachte und wummernd ausgekleidete Synthies begleiten den Hörer fast durchgehend. Besonders hilfreich ist es da auch nicht, dass die "Daytime" und die "Nighttime Shootouts" mit demselben Instrumental über die Bühne gehen, zumal die Gäste ebenfalls nicht optimal in Szene gesetzt werden: Kamachi passt nicht zum Beat, Celph hätte man getrost ein etwas fülligeres Stück vorsetzen dürfen. Das gilt auch bei "Bushmaster Music", wo Vinnie über ein stinklangweiliges 08/15-Instrumental verheizt wird. Doch auch Reef und der Rugged Man haben mit ihren Tracks nicht viel mehr Glück und waten durch höchstens mittelmäßige Produktionen. Dass zwischendurch Samples aus diversen Filmen die drastische Höhe der Verbrechensrate in den Ghettos feststellen, hilft dem Anliegen der LP ebenfalls nur bedingt - irgendwo hätte Poet anfangen müssen, selbstkritisch zu werden. Doch das höchste der Gefühle ist "Hood Talk", ein recht ordentliches Stück, für das Poet sich die Kommentare der stillen Hood-Bewohner (Bodega, Gehsteig, Pflanzen) vorstellt. Was "Life Of A Hustler" zu erzählen hat, sollte niemanden überraschen, lediglich der langsamere Beat ist eine willkommene Abwechslung. Ein paar gute Tracks mehr gibt es dann natürlich auch noch, "Power Music" legt stilvoll los und in "Mortuary Music" wird man dem Poet ebenfalls gerecht.

Doch schlussendlich sind es zu wenige gelungene Momente und zu viele, die blind ihre Feuerkraft auf den Hörer entladen, als dass man hier von einem wirklichen Erfolg sprechen könnte. Gerade bei einem Künstler wie Blaq Poet muss die Produktion auf den Emcee abgestimmt werden, was hier ganz und gar nicht der Fall ist. Ein Reef hätte sich auf diesen Beats wohl etwas besser gemacht, wenngleich einige von Stu's und Vanderslice's Werken so platt konstruiert sind, dass sie am besten das Studio nie verlassen hätten. Die "Blaq Poet Society" ist eigentlich eine witzige Idee, doch die geladenen Gäste verbindet nichts genug, um von einem aufgegangenen Konzept zu sprechen, wobei Poet alleine sicherlich nicht besser ausgesehen hätte. Diese Kombo ist einfach alles andere als optimal und schafft es nur zu Mittelmaß.

4.9 / 10

Vooodu - Dark Regions


Release Date:
14. Oktober 1997

Label:
Patchwerk Recordings

Tracklist:
01. Introduction (Feat. Charles Manson)
02. Payback
03. It Ain't Where Ya From (Feat. Mykill Miers & Meen Green)
04. Bumrush The Show
05. Two Deadly Sins (Feat. Meen Green)
06. Money Talks
07. No Disrespect
08. Southern California Nites (Feat. Akema)
09. One Life To Live
10. South Central News
11. Dark Regions
12. Southern California (Remix) (Feat. Nadirah Shakoor)

Review:
Irgendwo an einem geheimen Ort existiert wahrscheinlich ein Exil der in der Versenkung verschwundenen HipHop-Künstler - und wenn es existiert, dann wird man dort höchstwahrscheinlich auch Vooodu antreffen. Hand in Hand mit ihm geht der ebenfalls immer mehr in Vergessenheit geratende Name Western HemisFear, eine Gruppe aus Los Angeles, der neben Vooodu, Meen Green, Mykill Miers und Bird auch der junge Ras Kass angehörte. Zusammen war man auf Patchwerk unterwegs und begeisterte Mitte der Neunziger die Kenner-Szene mit hungrigem Hardcore-Material. Von großer Weile ist der Zusammenschluss allerdings nicht, doch bevor Vooodu ins Nirvana abtaucht steuert er ein paar Beats zu "Soul On Ice" bei und veröffentlicht 1997 noch eine eigene EP namens "Dark Regions".

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Als Multitalent produziert er sämtliche Tracks gleich selbst, und während der inzwischen bei Priority unter Vertrag stehende Ras in anderen Sphären operiert finden sich immerhin Auftritte der restlichen rappenden HemisFear-Miglieder. Die Frage ist nun, was der erstmals 1992 auf dem "True Sound"-Sampler zu hörende Vooodu hat, das ihm seinerzeit von vielen Seiten höchstes Lob und die Bescheinigung großen Potentials einbrachte. Diese Antwort bleibt er uns mit dieser EP schuldig (so ganz beantworten können das nicht einmal die früheren Aufnahmen), doch eines steht schnell fest: Vooodu ist als Producer und Emcee gleichermaßen talentiert und nimmt seine Tracks in einer goldenen Zeit auf. Die primären Einflüsse sind dabei nicht der damals an der Westküste regierende Sound, sondern die BoomBap-Lehren der Ostküste. Mehr als deutlich wird das in einem der Highlights der Scheibe, "Two Deadly Sins", das mit einem dunklen Streicherteppich aufwartet und dazu einen gewissen Prodigy aus dem damals omnipräsenten "Shook Ones Pt. II" sampelt - selbst an der Westküste heißt es "My gunshots'll make you levitate", außenrum bauen Vooodu und Meen Green ihre Rhymes über den Wilden Westen. Der Hörer freut sich dabei über tiefe, basslastige Stimmen, wobei angemerkt werden sollte, dass "Dark Regions" nicht das schaurige Hardcore-Album ist, das das Cover suggeriert: Abzüglich der Skits sind es sowieso nur acht Tracks, unter denen sich dann auch noch ein Spaziergang durch die "Southern California Nites" findet, der natürlich in bestem Westcoast-Gewand gekleidet eine smoothe und solide (sicherlich keine umwerfende) Lesung über Hookups und Tiefergehenderes gibt. Zu den roheren Momenten gehört da definitiv der drumlastige Titeltrack und vor allem auch die sehr überzeugende "Introduction", während sich "It Ain't Where Ya From" (mit dem umwerfend lustigen Motto: "It ain't where ya from, it's how fast you can run") als munterer Kopfnicker entpuppt und "One Life To Live" mit ausgiebigem Piano-Loop und entspanntem Gesang zum Zurücklehnen einlädt. Zurückgelehnt lässt sich auch die Belehrung "Money Talks" genießen, ganz zu schweigen vom "Southern California Remix", der sein Original sogar noch etwas übertrifft:

"There's nothin' like Los Angeles after dark
Where smart remarks can equal gun sparks
We break these streets, nigga you know how it go
So and so got shot up, daily scenario
But umh, we try'nna get a party on tonight
Not thinking about these niggas actin' trife
"

 
Mit unter 40 Minuten hängt dieses Werk irgendwo zwischen EP und LP in der Luft, was einen jedoch nicht groß stören soll, denn auch wenn ein Album namens "Fire Of Unknown Origin" angekündigt war (und Vooodu später mysteriös auf dem deutschen Zweig von Sony mit einem Album am Start gewesen sein soll), bleibt "Dark Regions" das einzig wirkliche Release von ihm mit ernstzunehmender Länge. Verglichen mit einigen früheren Releases (und gemessen am Cover) mag es vielleicht enttäuschen, wie sehr der Sound variiert, doch abgesehen davon muss man sagen, dass Vooodu seine Sache in jedem Gebiet gut macht und dabei eine recht gelungene Fusion von Ost- und Westeinflüssen, von harten und weichen Elementen erreicht. Wer mit dem Ras Kass der damaligen Zeit sympathisiert, der macht bei "Dark Regions" nichts falsch.

6.7 / 10

Capital D & The Molemen - Writer's Block


Release Date:
20. August 2002

Label:
Molemen / All Natural Inc.

Tracklist:
01. Intro
02. Writer's Block Pt. II
03. Young Girl Lost
04. Paper Chase
05. Midnight
06. Mrs. Manley
07. Du'a (The Deen's List)
08. Crossfire
09. Currency Exchange
10. Final Judgment
11. Cause & Effect
12. Du'a (Stevie Wonder)
13. Mass Transit
14. Bonus Track 1 & 2

Review:
Capital D's Solokarriere wäre beinahe gar nicht zustandegekommen, denn irgendwann nachdem er 2001 mit Tone B. Nimble als All Natural das zweite gemiensame Album veröffentlicht hat, kommt der Moslem mit seinem Glauben in Konflikt und begräbt seine Musikkarriere kurzzeitig vollkommen. Doch der Chicago-Emcee kommt glücklicherweise zu der Entscheidung, dass gehaltvolle Musik für ihn legitim ist. Nachdem er von den Molemen einen Packen Beats vorgelegt bekommt, ergreift ihn seine Liebe zum Schreiben und er entwirft einen Longplayer, der auf einer All-Nat-12" aus dem Jahr 1997 aufbaut: "Writer's Block", das sich als fertiges "The Movie"-Produkt schließlich Konzeptalbum nennt.

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Dieses Album sieht nicht nur aus wie Chicago von seiner Schokoladenseite, es ist genau das. Die Molemen, die gerade ein emsiges Jahr 2001 (u.a. mit "Ritual Of The Molemen") hinter sich haben, gehören zu den angesagtesten Produzenten der Stadt und Cap D selbst hat jüngst mit All Nat wieder bewiesen, wie fähig er ist. Da wird sich niemand beschweren, wenn Memo, PNS, Panik und Cap die Beats recht gleichmäßig untereinander aufteilen. Am Mic selbst steht Cap von Anfang bis Ende ganz alleine, was bei dem einen oder anderen vielleicht Bedenken hervorruft, denn man muss seinen tiefmonotonen Flow schon mögen, um mit ihm glücklich zu werden. Wenn das der Fall ist, dann steht dem Genuss eines schön konzipierten Albums nichts mehr im Weg. Im Gegensatz zu "Prince Among Thieves" oder ähnlichen Scheiben verfolgt Capital D keinen linearen Handlungsstrang, er nimmt die Rolle des beobachtenden Erzählers ein, der in den schon im 1997er Track im Mittelpunkt stehenden Writer's Block (es geht hier also keineswegs um Schreibblockade) zieht und von den dort hausenden Charakteren und ihren Geschichten berichtet - das Ergebnis sind ein Haufen Skizzen, die sich mal überschneiden und mal für sich alleine stehen. Die Produktionen klingen dabei wie aus einem Guss und orientieren sich an klassischen ostküstlichen Werten, vor allem hinsichtlich der Abwesenheit jeglichen Schnickschnacks. Der Gesamtton ist dabei sehr ernst, also das perfekte Setting für Capital's Raps. Den Anfang macht nach einem "Intro", in dem der Hörer von Cap's Umzug und der unwirtlichen Lage in seinem neuen Zuhause erfährt, Panik's "Writer's Block Pt. II", erneut eine lose aneinandergewobene Skizze vieler Namen aus Cap's Wahrnehmungsumfeld, von der kurzzeitigen Mitbewohnerin Tracy bis zur "neighborhood squad" um Big Lou. Es folgen die genaueren Portraits, die immer gut, aber manchmal auch richtig überragend produziert sind: "Mass Transit" ist gerade wegen seines andächtig-langsamen PNS-Beats voll und ganz All-Natural-Stoff und rahmt Cap's Flow dabei selten gut ein, "Mrs. Manley" dagegen ist eine ganz spezielle Nummer, die lediglich aus dünnen Drums und einem melancholischen Piano-Loop besteht, was die Geschichte über die nette Oma von nebenan (und Ersatzmutter für Cap) und ihren Krebstod ergreifend in Szene setzt. Den Jackpot räumt trotzdem "Crossfire" ab, ein Meisterwerk eines Songs, für das Panik dezente Bläser und Streicher zu einem Sahne-Beat schnürt, den Cap für eine kleine Anekdote über das immerwährende Spiel auf der Straße nutzt, das er auf einem Spaziergang im Park miterlebt, als ihm der Tunichtgut Jay (aus Lou's Gefolgschaft) begegnet ("He had a little story he was try'nna relate / I wasn't interested, told him 'Chill, I'm straight' / I know it'd be a tale 'bout what he did last night / Bout some drinkin' and a girl and some weed and a fight / It's always the same, only the days ever change / Forever try'nna scuffle, he's a magnet for trouble") und prompt Ärger im Gepackt hat. Abgerundet wird der Track durch den wiederkehrenden eröffnenden Vers, den Cap zum finalen Fade als perfektes Stilmittel einsetzt. Noch konkretere Street-Tales gibt es auf "Paper Chase" und dem mit Basketball-Metaphern versehenen "Currency Exchange". Ersterer Song endet mit einer lebenslänglichen Haftstrafe für Lou (zu der man ihn in "The Deen's List" besucht), davor ist der typische Hoodlum allerdings noch in die tragische Geschichte um Eliza, das "Young Girl Lost", verwickelt. Im zweiten "Du'a"-Gebet schließlich wartet noch ein kleines aber feines Instrumental auf den Hörer, während "Final Judgement" philosophische Ansätze zeigt.

Was Capital D auf seinem ersten Solo vollbringt ist ein Konzeptalbum der besonderen Art: Selten hielt ein Album so gut zusammen, obwohl es keine direkte Handlung verfolgt. Doch die Skizze des eigenen Blocks gelingt, man fühlt sich, nur geleitet von Cap's monoton-dunklem Organ, wie in einem Film, in dem sich Kurzstreifen über einzelne Schicksale, die wiederum unter anderem durch wiederkehrende Neben- und Hauptdarsteller verknüpft sind, aneinanderreihen: All das erzählt David Kelly mit einer erwachsenen Nüchternheit, die mancher eintönig schimpfen mag, die die Intensität der einzelnen Geschichten jedoch ungemein steigert. Als weiterer Bonus kommen die Produktionen hinzu, die durchwegs mindestens gut sind und an einigen Stellen ganz groß aufspielen. Damit ist "Writer's Block" sowohl für Anhänger des Chi-Untergrunds als auch für strikte Eastcoast-Heads ein Sureshot.

8.1 / 10

Freitag, 22. Juli 2011

Tragedy Khadafi - Against All Odds


Release Date:
05. Juni 2001

Label:
Gee Street Records

Tracklist:
01. Intro (The Conflict)
02. Against All Odds
03. Crime Nationalist (Feat. Headrush Napoleon & Tasha Holiday)
04. Lift Ya Glass
05. The Jump Off (Skit)
06. Bing Monsters (Feat. Ja Rule & Headrush Napoleon)
07. Live By The Gun
08. They Force My Hand (Feat. Cormega)
09. Permanently Scarred (I Don't Wanna Wait) (Feat. Joya & B-Minor)
10. Sidewalk Confessions (Feat. Killa Sha & Headrush Napoleon)
11. Say Goodbye (Feat. Dave Bing & Killa Sha)
12. Blood Type
13. What Makes You Think (Feat. Killa Sha & Angel Dust)
14. More Thugg, More Names (Skit)
15. Never Bite The Hand (Feat. Milz)
16. T.M. (Massage To Killa Black)
17. 2-5 Radio (Feat. Killah Sha & Angel Dust)
18. In Memory Of... (Feat. Olu)

Review:
Er ist das jüngste Mitglied der Juice Crew, dort wie auch allgemein und für spätere Rapper-Scharen ein Repräsentant und Vorreiter dessen, was dieser Tage gemeinhin als der Stil der Queensbridge verstanden wird, und darüber hinaus veröffentlicht Tragedy als Intelligent Hoodlum zwei inzwischen sehr geschätzte, aber damals mit mäßigem Erfolg beschiedene Alben. Doch selbst wenn ihn dieser Umstand etwas aus der Fassung bringt, hat Tragedy zu diesem Zeitpunkt schon wesentlich Schlimmeres (in erster Linie in seiner Jugend und Kindheit) hinter sich. Die weiteren Neunziger schlägt sich der inzwischen mit dem Beititel Khadafi operierende Mr. Chapman damit um die Ohren, eben mal Mentor für einen Klassiker von CNN zu spielen. Sein Projekt mit Imam Thug dagegen kommt nie aus den Startlöchern und auch beim Solo gibt es langwierige Verzögerungen, die das Release von "Against All Odds" ins Jahr 2001 zurücktreiben.

WRITTEN FOR Rap4Fame
 
"Kann Tragedy es überhaupt noch alleine?" fragen sich nicht nur viele Fans, sondern auch Tragedy selbst - daher auch der Titel. Ganz alleine ist er natürlich auch bei seinem inzwischen dritten Solowerk nicht, das selbst aufgebaute Label 25 To Life zeigt seine Präsenz in Form einiger Features, während seitens der Produktionen Namen wie Spunk Bigga, Sha Money XL oder Just Blaze in Erscheinung treten. Dass in der Tracklist alle ursprünglich geplanten Tracks zu lesen sind, ist anzuzweifeln, im mehr als einjährigen Ringen mit dem Label aufgrund dieses Albums fielen einige Songs unter den Tisch, u.a. jene mit Imam Thug als Iron Sheik sowie ein hörenswertes Stück mit Havoc-Beat und -Feature. Zeugnis dieses Prozesses ist ein Promo-Tape namens "Thug Matrix 4118". Doch es macht keinen Sinn, sich lange mit den nicht auf der LP zu hörenden Tracks aufzuhalten, zu wenig Kost gibt es auf "Against All Odds" schließlich nicht. All jene, die den politisch motivierten Intelligent Hoodlum wiederzusehen hoffen, werden etwas enttäuscht sein, denn nach seinem letzten Album scheint Trag die Entscheidung getroffen zu haben, seinen Fokus neu ausrichten zu müssen, weswegen hier vermehrt der Reality Rap und Street-Talk, den es um die Jahrtausendwende auf jeder zweiten Platte zu hören gibt, bemüht werden. Probleme bereitet das nicht, denn Targ profiliert sich auch in dieser Rolle. Wesentlich bedauerlicher ist es da schon, dass vor allem auf Sound-Ebene keinesfalls an Klassiker wie "War Report" angeknüpft wird - was beispielsweise der poppige Totalaussetzer "2.5 Radio" hier verloren hat, ist nicht mit Mitteln der Vernunft zu erklären. Der Rest der Tracks bewegt sich zwischen hartem Straßenalltag, wofür Tragedy der eigene Lebensweg zugute kommt, sowie schwermütigen Minuten, bei denen natürlich das trauernde "In Memory Of" (mit etwas zu viel Pathos gesungen) nicht fehlen darf. Besser gefallen da schon Songs wie Ayatollah's "Lift Ya Glass", denen der rohe QB-Charakter schon aus der Snare tropft. Genau dort macht sich auch der zu erwartende und von DJ Clue überraschend messerscharf ausstaffierte Song über die Untugend des Snitchens ("Blood Type") breit. Als kleines Ärgernis sind auf dem Album (Intro eingeschlossen) drei insgesamt zu lange Skits zu hören, die Gefängnis- und Straßenrealität wiedergeben sollen. Abgesehen vom langweiligen "Say Goodbye" hat man die größeren Kritikpunkte damit aber abgehandelt. Im restlichen Lineup warten auf den Hörer Highlights wie das mit Cormega eingespielte "They Force My Hand" (nicht umsonst auch noch auf dessen Album zu finden), ein strikt nach vorne preschendes "Crime Nationalist", "Sidewalk Confessions", das einen von vier sehr erfreulichen Auftritten von Killa Sha aufweist, sowie noch zwei melancholische Nummern, die der Atmosphäre der Scheibe sehr zuträglich sind: "Permanently Scarred" versprüht ein wenig Weltschmerz mit starkem Gesang im Chorus, das nicht minder ergreifende "T.M." dagegen ist Killa Black gewidmet und lässt zwischen den Zeilen Interpretationsfreiraum hinsichtlich Trag's Meinung über Black's traurigen Tod.

Man kann nicht verschweigen, dass Tragedy immer ein Händchen für gute Soloalben hatte. Bei diesem, das die Brücke zwischen dem Intelligent Hoodlum der Frühneunziger und dem Khadafi, den man noch heute kennt, schlägt, ist das keine Ausnahme, wenngleich es doch einige Schönheitsfehler anzukreiden gibt. Ein Gefühl von Geschlossenheit stellt sich beim Durchhören nur bedingt ein: Die langen Skits sind zwar zusätzlich kontraproduktiv, der Hauptgrund ist allerdings wie so oft bei den Beats zu suchen, denen es teils an Qualität, in ihrer Gesamtheit aber an einer klaren Vorgabe fehlt - dem alternierenden Konzept der knallharten QB-Straßenklänge und der das Streetlife betrauernden Songs fehlt die finale Konsequenz. Diese Kritk muss sich Tragedy gefallen lassen, die Klasse der LP unter den Tisch kehren darf man deshalb nicht - "Against All Odds" bietet oft genug feinste QB-Kost.

7.0 / 10