Montag, 8. März 2010

Pruven - First Words: Earn Everything


Release Date:
12. Januar 2010

Label:
Select Few Records

Tracklist:
01. Orchestrated
02. Joyful Suffer
03. Teal Crane
04. Beast, The Mark Of
05. Architects (Feat. Jade Fox)
06. Anger Labor
07. As Long As I Live (Feat. L.I.F.E. Long)
08. B-More To CT (Feat. Brown Monkey Music)
09. Concrete Rap (Feat. Cee Reed)
10. Chess
11. Pushing Out Material (Feat. Roc One)
12. G.O.L.D.S.C.H.L.A.G.E.R.
13. Indie Flicks (Feat. Mik Ripz)
14. Rebel Minded (Feat. Admiral Crumple)
15. Images (Feat. Mr. Lif)
16. Chaotic Order
17. Dismal Paradise (Feat. Ron Vetter)
18. Time's Good
19. Pennies
20. Lahib Nouman
21. Barbwire Persistence (Feat. Copywrite)
22. Destiny's Path
23. The Omega

Review:
Aus den Tiefen Connecticuts kommt ein Artist, über den es fast nichts in Erfahrung zu bringen gibt, der aber doch ein großes Anliegen im Gepäck hat: Nach zwei gänzlich unbekannten Alben präsentiert Pruven sein nunmehr drittes Werk, auf das er lange hingearbeitet hat und in dem laut Eigenaussage eine Menge Herzblut steckt. Pruven hat (wohl wenig erfolgreich) an fünf verschiedenen Colleges studiert, an der Strayer University einen Associates Degree in Business gemacht; er hat in zehn verschiedenen amerikanischen States gelebt, war zwischenzeitlich obdachlos und nannte sein Auto sein Zuhause. Nun will sich der gebeutelte Emcee aufrappeln und sich mit "First Words: Earn Everything" beweisen.

WRITTEN FOR Rap4Fame
 
Bis dato wird einem Pruven mit einiger Sicherheit noch nicht über den Weg gelaufen sein, denn trotz einiger durchaus bekannter Namen, die er für sein Album gewinnen konnte, war er selbst bisher noch auf keinen nennenswerten Scheiben zu Gast. Er zählt allerdings zum Kollektiv der ähnlich (un-)bekannten AntFarm Affiliates, was die Gäste Cee Red und Roc One erklärt. Bei den rekrutierten Produzenten sieht man sich ebenfalls mit vielen neuen bzw. unbekannten Namen konfrontiert, der geläufigste ist da noch Dirt E. Dutch, bekannt vom "Troublemakers" Projekt mit Breez Evahflowin. Der Musik von Pruven liegt wieder einmal das gute alte BoomBap-Rezept zugrunde, doch glücklicherweise steht Pruven nicht so tief im Kreis der Alteingesessenen, dass sein Album wie jede zweite andere BoomBap-Platte klänge. Sorge dafür tragen in erster Linie die Produzenten, die sich allesamt nicht viel nehmen und Pruven einen entfernten LoFi-Touch anheften, der mit gelegentlichen, mystischen Samples und wie aus weiter Ferne dröhnenden Drumlines erzielt wird. Hinzu kommt Pruven selbst, der mit seiner langsamen, sehr unaufgeregten Art eine bestimmte Stimmung festlegt und die kompletten 23 Tracks durchzieht. Gelegen kommen ihm dabei logischerweise leicht relaxte Instrumentals, von denen es ebenfalls einige auf der LP zu hören gibt: Der König dieser Tracks ist "Teal Crane", ein wunderbar langsamer Kopfnicker, der jede Hektik verbannt. In eine ähnliche Richtung gehen "Anger Labor" sowie "Time's Good" und "Indie Flicks", die beide mit warmem Streicherteppich einen sehr angenehmen Ton anschlagen. Den Gegensatz bildet etwa das eröffnende "Orchestrated", in dem die weitaus energischeren Streicher fast schon zu viel Drive für Pruven auffahren. In "Joyful Suffer" wird er dann sogar richtig aus der Reserve gelockt, wenn er über eingängige Gesangs-Samples schärfere Lines spuckt. Mystischen Gesang bietet "Destiny's Path", für das Firzt Born Respekt verdient hat, während Pruven auch hier eine gute Figur abgibt. Sein Themenpool erhebt (wie zu erwarten) Anspruch auf Niveau, wirklich erwähnenswert ist er jedoch nicht. Sein ehemaliger, verstorbener Zimmerkollege findet unterschwellig Erwähnung, ansonsten mischt er bekannte Themen in verstrickte Rhymes und ist somit als Emcee kein Unikat. Auch kommt er nicht überall zurecht: "Beast, The Mark Of" ist gut, könnte aber mehr Harmonie zwischen Beat und Raps vertragen, ebenso wie das gut produzierte "Chess". Doch diese Störfaktoren sind nur sehr geringer Natur. Dass sich bei 23 Tracks der fast unvermeidbare Anteil an Mittelmaß hinzugesellt, schmerzt schon deutlich mehr. Doch dagegen kämpft Pruven tapfer mit gutem Material: Den Vorsatz "Pushing Out Material" vertritt er so selbstverständlich wie einen angeborenen Instinkt, mit seinen käuferwerbenden Gästen verträgt er sich ebenfalls gut: Während mit Copywrite noch kleines Geschäft verrichtet wird, legt L.I.F.E. Long eine astreine Performance hin und mausert sich "Images" zum Highlight der Platte: Zu einem erstklassigen Beat von Skribe 1 wird ein "Was wäre, wenn...?" Szenario an das nächste gereiht - eine Thematik, die zwar schon bekannt ist, in der aber vor allem Pruven voll aufblüht: "Imagine Jordan and LeBron, both in their prime / Playing a game one-on-one to 55".

"Outside the box we think, outside the box we rhyme" (aus "Imagine"), so Pruven's Motto. So ganz der Querdenker ist er zwar nicht, denn in puncto Innovation bleibt sein Album eher blass, doch das ist nicht weiter schlimm. Schließlich ist Pruven, wenn auch kein Spitzen-Emcee, zumindest eine interessante Erscheinung am Mic, die mit ansprechenden Wortspielen und ihrem langsamen Stil der völligen Austauschbarkeit entgeht. Lob muss außerdem dafür vergeben werden, dass die Riege der No-Name-Producer die richtige Wahl war. In "First Words" steckt viel Arbeit, und das hört man sofort. Trotzdem ist es mit 80 Minuten schlichtweg zu lang, um nicht zeitweise einen Durchhänger im Programm zu haben. Trotzdem: Wer auf der Suche nach neuen Artists ist, der darf bei Pruven einhalten.

6.7 / 10

DJ Kayslay - More Than Just A DJ


Release Date:
09. Februar 2010

Label:
E1 Music

Tracklist:
01. Intro (Feat. Busta Rhymes)
02. Men Of Respect (Feat. Tony Yayo, Papoose, Lloyd Banks, Jim Jones & Rell)
03. Bad Girls (Feat. Jacki-O, Remy Ma, Hedonis & Ayanna Irish)
04. Blockstars (Feat. Yo Gotti, Jim Jones, Busta Rhymes & Ray J)
05. Monster Music (Feat. Cam'ron & Vado)
06. Layed Out (Feat. Bun B, Papoose, Twista, Jay Rock, Young Chris & Dorrough)
07. Gangsta Shit (Feat. OJ Da Juiceman, Papoose & Yo Gotti)
08. Straight Stuntin' Magazine Photoshoot (Skit) (Feat. Bianca Simmone)
09. Let's Ryde Together (Feat. Trick Trick, M.O.P., Trae & Trey Williams)
10. Thug Luv (Feat. Maino, Papoose, Red Cafe & Ray J)
11. Building With The God (Skit) (Feat. Popa Wu)
12. See The Light (Feat. AZ, Raekwon & Ghostface Killah)
13. Hustle Game (Feat. Bun B, Webbie, Lil Boosie & Nicole Wray)
14. God Forgive Me (Feat. Joell Ortiz, Papoose, Jae Millz & Saigon)
15. Kay-Slay-Dem (Feat. Uncle Murda, Grafh & Mistah F.A.B.)
16. The Block Is Hot (Feat. Mike Beck, Lucky Don, Nina B & Ki Grip)
17. You Heard Of Us (Feat. D-Block & Ray J)
18. Street Credibility (Feat. San Quinn, Big Rich & Hoodstars)
19. Blockstars (Remix) (Feat. Busta Rhymes, Sheek Louch, Rick Ross, Papoose, Cam'ron, Vado & Ray J)
20. Building With The God Pt. 2 (Skit) (Feat. Popa Wu)

Review:
Er war einer der Großen im Mixtape-Hype - laut Eigenaussage natürlich sogar der Größte. Doch bei DJ Kayslay ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass hinter dieser Selbstkrönung auch ein Fünkchen Wahrheit steckt. Einen handfesten Werdegang hat die Graffiti-Legende, der auch das Kittchen kein fremder Ort ist, schließlich auch vorzuweisen. Sobald seine Karriere als DJ ihren Lauf nahm, zeichnete sich der derzeit bei Hot 97 angestellte Drama King durch eine Vielzahl an verschiedensten Connections aus, die 2003 bzw. 2004 in zwei "Streetsweeper"-Alben gipfelte, mit denen er anderen DJs seiner Zucht in der Tat voraus war. Diesen Status will er mit seinem neuen Album wieder manifestieren, er möchte "More Than Just A DJ" sein (maximal materialistisch untermalt mit einer Untat eines Covers).

WRITTEN FOR Rap4Fame
 
Was genau möchte Kayslay denn "mehr" sein? Im Gegensatz zu seinem Kollegen Green Lantern ist es ja nicht die Producer-Karriere, die er eingeschlagen hat. Welche Rolle spielt Kayslay überhaupt bei seinem neuen Album? Etwa eine ähnlich große wie bei den "Streetsweeper"-Teilen, bei denen er, ganz im DJ-Style, mit unnötigem Gequatsche von Track zu Track überleitete? Ja, genau darin sieht er auch hier seine Bestimmung. Die weitere Leistung besteht im Zusammentragen aller Produzenten und Künstler - denn auch diesmal machte Kay Slay wieder ausgiebig Gebrauch seiner exzellenten Connections, wobei sich das Lineup nicht so saftig liest wie noch 2003 oder 2004. Eines hat sich allerdings nicht großartig geändert: Wo andere versuchen, ihr Album geschlossen klingen zu lassen, will Kayslay ein möglichst breites Spektrum einfangen, um sein Album wie einen Spiegel der aktuellen HipHop-Szene zu gestalten. Das gelang ihm vor einem halben Dutzend Jahren teilweise ganz gut; hier allerdings fühlt man sich, als liefe Kayslay dem Abbild der Jetztzeit mehr hinterher als dass er es repräsentiere. Das hat nicht nur schlechte Seiten: Papoose, dem eine goldene Zukunft prophezeit wurde und der bis heute unfähig war, etwas mit seinem Talent anzufangen, bekommt gleich mehrmals Gelegenheit, die HipHop-Gemeinschaft daran zu erinnern, welch ausgezeichneter Battle-Rapper er ist. Den ersten Auftritt bekommt er in "Men Of Respect", in dem er die beiden G-Unit-Rapper Banks und Yayo wie Rap-Rentner dastehen lässt. Die Beats der LP sind zwar nicht mit Feinsinn geschustert, verfehlen ihre Wirkung aber selten. Lediglich bei einem Track wie "See The Light" mit Künstlern, von denen man eigentlich mehr erwartet, will keine rechte Freude aufkommen. Andere Stücke wie "Thug Luv" sind (inklusive Hook von Ray J) erwartungsgemäß inhaltlich platt, funktionieren aber genau deswegen. Auch alte Mixtape-Veteranen wie Red Cafe oder Grafh, die inzwischen kleine bis keine Brötchen backen, dürfen ihr solides Können ins Rampenlicht stellen. Mit seiner Bay-Delegation ("Street Credibility") verläuft sich der Drama King in Langeweile (von wegen "California, we so fly"), der Ladies-Track (Konzept bei Kayslay ja bereits bekannt) fällt zwar mit schwacher Hook, sonst aber guter Umsetzung auf. Die South-Connection schiebt diesmal in Form von Bun, Webbie und Boosie ihre Bars auf einem überzeugenden Alchemist-Beat herum und macht dabei eine überraschend gute Figur. Als Zugpferd wählt Kayslay "Blockstars" plus Remix und macht dabei sicher keinen Fehler; der Track ist eingängig und für jeden konsumierbar. Weiter im Aufgebot finden sich Cam'ron, der nach altbackenem Dipset-Rezept über dramatische Streicher ein insgesamt akzeptables Ergebnis hervorbringt, sowie ein feines Intro vom Duo Scratch/ Busta. Einige Aussetzer darf man natürlich auch bejubeln: "Layed Out" ist schlecht genug produziert, um die Lust auf die gefeaturten Rapper zu verderben, und in "Gangsta Shit" kommt man gar nicht erst zu Papoose oder Gotti, da OJ den absoluten Totmacher spielt, der sich so unbeschreibbar schlecht gebärdet, dass er jegliche Kritik in schriftlicher Form unterläuft (im wahrsten Sinne des Wortes). Vollkommen fehl am Platz ist Popa Wu, der seine spirituellen Lehren herunterrasselt, während auch Model-turned-Emcee Bianca Simmone keine Bereicherung darstellt. Zum Glück finden sich im hinteren Teil mit "Kay Slayed'Em" und dem trompetendominierten "You Heard Of Us" noch zwei versöhnliche Stücke.

Ist Kayslay nun also mehr als ein DJ? Ist er eine HipHop-Instanz, deren Compilation-Alben das Maß der Zeit mitbestimmen oder zumindest wiedergeben? Die korrekte Antwort muss lauten: "nein", mit einem Hauch von "nicht mehr". "More Than Just A DJ" könnte von seinem Wesen her im (unteren) Mittelfeld der zahlreichen Producer-LPs mitmischen, was schon als Lob hinsichtlich Kohärenz aufzufassen ist. Diese Scheibe ist nichts Besonderes, aber zumindest ist sie das einheitlich. Kayslay's Anteil an der schlussendlichen Musik bleibt minimal, und mit einigen gut hörbaren Nummern, einigen Aussetzern und viel Mittelmaß landet man punktsicher im neutralen Bereich.

4.6 / 10

Styles P & DJ Green Lantern - The Green Ghost Project


Release Date:
02. Februar 2010

Label:
Invasion Music Group / The Orchard

Tracklist:
01. Nothin To Lose
02. Double Trouble (Feat. Sheek Louch)
03. Callin Me (Feat. Tre Williams)
04. Send A Kite
05. Make Millions From Entertainment
06. Invasion (Feat. Jadakiss & Junior Reid)
07. Time Will Tell (Feat. Raekwon)
08. Pablo Doe (Feat. Noreaga & Uncle Murda)
09. Really Ghostly
10. Pretty Little Thing
11. Shadows
12. Legal Money
13. That's Me (Feat. S.I.)
14. Bang Time (Feat. M.O.P.)
15. Born In The Streets (Feat. Tre Williams)

Review:
Das nächste Projekt von DJ Green Lantern steht an, diesmal mit Styles P. Die grüne Laterne, die vor einigen Jahren noch ein Mixtape-DJ wie viele andere auch war, ist inzwischen eine Stufe höher geklettert: Projekte wie dieses beteiligen ihn als fast ebenbürtigen Partner, was Green Lantern mit seinen stetig weiterentwickelten Producer-Künsten bestätigt. Nach Projekten mit Immortal Technique und Dead Prez ist es nun das LOX-Drittel, das auf seinen zahlreichen Mixtapes gerne als "Ghost" auftritt. Die logische Konsequenz dieser Fusion ist natürlich das "Green Ghost Project".

WRITTEN FOR Rap4Fame
 
Mit knapp der Hälfte der beigetragenen Beats ist der Einfluss von Green Lantern diesmal nicht so hoch wie noch bei "Pulse Of The People", doch woher der Wind weht, dürfte klar sein. Zudem bewegt sich dieses Projekt in der Grauzone zwischen Mixtape und vollwertigem Album, womit auch diese Scheibe sich der Verantwortung maximaler Qualitätsbestrebungen entzieht. Trotzdem zieht Styles mit fast ausschließlich gestandenen Producer-Größen ins Feld, gegen die der Name Green Lantern beizeiten wie Füllmaterial klingt. Letztendlich nimmt sich allerdings keiner der Produzierenden viel - "The Green Ghost Project" ist immer recht unterhaltsam, aber nie wirklich herausragend. Ergänzend bedarf es natürlich noch einiger Standard-Gäste, die sich z.B. im feature-freudigen Raekwon oder Noreaga finden. Zweiterer schaut dann mit Uncle Murda im verpatzten "Pablo Doe" vorbei, das sich durch einen nervtötenden Beat und platte, witzlose Raps auszeichnet. Abgesehen von diesem penetranten Instrumental zeigen sich die 15 Tracks gemäßigt, natürlich im ostküstlichen Gewand, aber ohne jeden Anspruch auf jegliche Besonderheiten. "Real Ghostly" beispielsweise klingt wie ein Instrumental von Matty Trump aus der Bostoner Leedz-Ecke, "Make Millions From Entertainment" klingt wie ein billiges Alchemist-Plagiat - mit dem kleinen Schönheitsfehler, dass es tatsächlich vom Meister persönlich stammt, der sich mit seiner lustlosen Arbeit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Wie unschwer im Voraus anzunehmen war, glänzt Styles zwar mit seinem grundsoliden Rap, doch inhaltlich zeigt sich eine Leere, die entweder nahelegt, dass der Ghost auch zwischen seinen beiden Ohren keine Substanz hat, oder aber andeutet, dass er nennenswerte Konzepte für dieses Street-Tape nicht verschießen wollte. In "Pretty Little Thing", von GL angenehm soulig produziert, konstruiert Styles seine liebsten Gegenstände als Beziehungen. Zur oberflächlichen Ehre kommen Schießeisen, Gras und Mikrophon. Es sind die kleinen Schönheitsfehler, die hier immer wieder zutage treten: "Bangtime" kennt man vom M.O.P. Album, auf dem hier im Rampenlicht stehenden wiederum passt es nicht ins Bild; in "Shadows" versucht sich Statik Selektah an Alan Parsons' "Old And Wise" und lässt bei der Verwendung des Samples die nötige Raffinesse vermissen; "Invasion" bietet einen grauenhaften Auftritt von Junior Reid in einem luschen, auf den jamaikanischen Gast zugeschnittenen Instrumental; "Callin' Me" setzt das Konzept des schlichten Street-Songs mit R&B-Hook mäßig um und "Double Trouble" schließlich versucht vegeblich, mit roher Drumline und Chuck D Sample ansprechend oldschoolig zu klingen. Zum Glück hat Styles mit fast allen bisher unerwähnten Songs für ihn sprechende Argumente parat: Da wäre das relaxte "That's Me", Buckwild's simples "Time Will Tell" mit passend gewählter Hook von Raekwon, das stimmungsvolle "Send A Kite", GL's kraftvoll-düsterer Opener "Nothing To Lose" oder der Abschluss "Born In The Streets", das dank Poobs so klingt, wie man D-Block-Sound definieren würde.

Mit viel zu voraussehbarer Musik schafft es der Gangster-Gentleman-Hybrid nicht, als Solokünstler einen Akzent zu setzen - auch wenn er über relaxte Tracks wie "That's Me" ebenso stark performen kann wie auf harten Street-Anthems. Doch eine mit nur ein paar Hammerschlägen zusammengenagelte Scheibe wie "The Green Ghost Project" ist dabei nicht die hilfreichste Art, Styles zur Geltung zu bringen. Mit ein bisschen mehr Gehalt, ein bisschen mehr investierter Arbeit, ein bisschen mehr Geschlossenheit und einer sorgfältigeren Wahl der Beats sollte es für den Ghost kein Problem darstellen, ein gutes Album vorzulegen. Aber, wie er wohl selbst sagen würde, hier hat man es ja nur mit einem Street-Album zu tun. Dafür bieten Green Lantern und Styles eine akzeptable Leistung.

5.6 / 10

Louieville Sluggah - Best Kept Secret


Release Date:
19. Januar 2010

Label:
Chamber Musik Records

Tracklist:
01. Intro
02. On Top Of The World
03. Roll Wit A Boss
04. Brooklyn (Feat. Coco, F.O.U.L. & Steele)
05. Can't Get Out (Feat. F.O.U.L. & Spazz)
06. Changing (Feat. Naja)
07. Everything I Touch (Feat. F.O.U.L.)
08. Girl (Feat. Isha Hollins)
09. Guide You
10. Sonado (Feat. Tea Time)
11. Tell You Somethings (Feat. F.O.U.L.)
12. Addicted (Feat. Willy Dutch)

Review:
Nach Top Dog der wahrscheinlich unbekannteste Rapper aus den Reihen der Boot Camp Clik stellt sein neues Album vor: Louieville Sluggah mag nie ins Rampenlicht getreten sein, untätig war er jedoch nicht. Neben Aufenthalten in Kanada und Chile gründete er Out The Park Entertainment, unter dem er bereits 2007 ein völlig in Unbeachtung untergegangenes Album ("Dinner Time") veröffentlichte. Diese von Duck Down unabhängige Plattform findet nun in Chamber Musik Records eine sichere Stütze, unter der das nächste Album auch sofort unter Dach und Fach gebracht und vielleicht ein wenig mehr Beachtung eingefahren wird.

WRITTEN FOR Rap4Fame
 
Auch wenn es in den Aussagen Louieville's immer wieder so erscheinen mag - ein Bruch mit Duck Down ist nie erfolgt, ganz augenscheinlich belegt durch einen Auftritt von Steele auf "Best Kept Secret". Ob Louie, laut Titelaussage viel zu unterschätzt, sich mit diesem Release zum "Well Known Secret" mausern kann, ist stark in Zweifel zu ziehen. Schließlich haftet Chamber Musik ein unangenehmer Beigeschmack der Mittelmäßigkeit an und außerdem zeigte schon "Dinner Time", dass Louie im Alleingang die Möglichkeiten schnell ausgehen. Ob diesem Umstand gerade Producer wie Smoke The World, Wix oder Preyon Abhilfe schaffen, ist des Weiteren eher unwahrscheinlich. Und so kommt alles, wie es kommen musste - für manchen vielleicht sogar einen Tick besser. Elf Tracks plus Intro, mal Spuren von solider Eastcoast-Kost, mal die planmäßigen Abstiche Richung "Abwechslung". Bezeichnend ist dafür der Track "Girl" mit butterweicher Hook von Isha Hollins, in dem Louie das perfekte Hood-Weiblein umschreibt. Zu voraussehbar. Doch der Auftritt von Isha Hollins liegt auch im Sinne einer anderen Motivation der LP: der Vorstellung von Louieville's OTP-Crew, von der neben Isha noch F.O.U.L., Willy Dutch und Tea Time Auftritte haben. Die Frage, ob Louieville wirklich eine eigene Crew braucht, kann keiner der Genannten beantworten. Aus der Vorstellungsrunde bleibt nicht viel hängen, ebensowenig wie das Album insgesamt besonders viele Spuren hinterlässt. Zusammengefasst hat man sich zu merken: "Best Kept Secret" ist leichtverdauliche Kost, die ab und an durchaus unterhaltsam ist - inhaltlich allerdings fordert Louie seine Hörerschaft mit belanglosem Street-Talk in keinster Weise. Gute-Laune-Tracks wie "On Top Of The World" mischen sich mit solidem Street-Material wie "Can't Get Out". Wirklich negativ fällt nur ein Track auf: "Sonado" mit spanischen Raps und entsprechendem Sound leidet einerseits an billiger Ausführung und stört andererseits das Gesamtbild. Auch Willy Dutch's Gesang in "Addicted" steht nicht mit dem Rest im Einklang und klingt wie ein Versuch, einen Krümel vom derzeitigen Trend ernster Songs (à la Cudi) zu erhaschen. "Roll Wit A Boss" ist ähnlich platt wie der Titel. Diese Mängel können die restlichen Tracks kaum noch kompensieren: "Guide You" gehört mit einem gefühlvollen Sample zum stärksten Material der Platte, "Everything I Touch" und "Brooklyn" beschränken sich auf das, was Louieville bestens kann und werfen sich deshalb auch in die Plus-Waagschale.

Soll man von "Best Kept Secret" nun also positiv, negativ oder überhaupt nicht überrascht sein? Wohl Letzteres. Die Qualität war abzusehen, einige Skip-Tracks waren ebenso zu erwarten wie einiges an gelungenem Material. Dass Louie es auch mit seinem zweiten Album nicht schafft, die Ummantelung der Bedeutungslosigkeit als Solokünstler abzuschütteln, hat er sich voll und ganz selbst zuzuschreiben: Irgendwie scheint er es mit vielen dieser halbgaren Songs gar nicht so recht zu wollen. Entweder sollte er auf die Produzenten setzen, die ihm richtigen Street-Sound schustern, oder aber (falls er etwas Neues wagen will) wagemutiger (nicht trendhaschend) sein. So ist "Best Kept Secret" alles andere als ein Must-Have, das zwar durchaus seine Momente hat, gleichzeitig aber auch in jeder Hinsicht austauschbar ist.

4.9 / 10

Freeway & Jake One - The Stimulus Package


Release Date:
16. Februar 2010

Label:
Rhymesayers Entertainment

Tracklist:
01. Stimulus Intro (Feat. Beanie Sigel)
02. Throw Your Hands Up
03. One Foot In
04. She Makes Me Feel Alright
05. Never Gonna Change
06. One Thing (Feat. Raekwon)
07. Know What I Mean
08. The Product
09. Microphone Killa (Feat. Young Chris)
10. Follow My Moves (Feat. Birdman)
11. Sho'Nuff (Feat. Bun B)
12. Freekin' The Beat (Feat. LaToiya Williams)
13. Money (Feat. Omilio Sparks & Mr. Porter)
14. Free People
15. Stimulus Outro

Review:
Die Konstellation, die dieses Album auswirft, ist wahrhaft keine gewöhnliche: Da wäre einmal Freeway, mit seinem letzten Album noch bei Roc-A-Fella Records am Start, dann Jake One, Seattle's emsigster Produzent, der an zu vielen verschiedenen Projekten beteiligt war, um hier ein repräsentatives zu nennen, und schließlich noch das Label Rhymesayers, des Mittleren Westens bekannteste Anlaufstelle für Non-Gangsta-HipHop. Das Kollaboalbum der beiden Künstler auf RSE wird jedoch nicht als 08/15-Geschichte aufgezogen: Inspiriert vom Konjunkturprogramm der US-Regierung soll auch diese Scheibe als "Stimulus Package" dienen - natürlich der lahmenden HipHop-Konjunktur dienlich.
WRITTEN FOR Rap4Fame
 
"Package" trifft es ganz gut, schließlich will dieses Album nicht nur mit der Musik, sondern auch mit der ganz speziellen Aufmachung Aufmerksamkeit und Geldbeutel der Hörerschaft für sich gewinnen. Das "Cover" ist nämlich die Hälfte einer um die eigentliche, als Portemonnaie designte (Papp-)Hülle gefalteten Dollar-Note, derer acht Stück das In- bzw. Outlay der CD bilden und rückseitig sämtliche Lyrics preisgeben. Das ist bei einem Künstler wie Freeway zwar keine dringende Notwendigkeit, doch eine feine Sache ist es allemal. All jene, die sich zu diesem Zeitpunkt noch gar keine Kollabo zwischen Free und Jake vorstellen können, seien auf "White Van Music" verwiesen. Doch ein komplettes Album ist eine ganz andere Sache, und hier legt Jake auch nicht denselben Stil wie noch auf seinem eigenen Album an den Tag - logischerweise geschlossener zeigt sich das "Stimulus Package". Eines sollte gleich zu Beginn geklärt werden: Free und Jake spielen sich weder merklich zu HipHop-Errettern auf noch wird ihr Album diesbezüglich das Geringste ändern. Hier gibt es ganz einfach nur typische Freeway Raps über typische Jake One Beats, ohne weitere Überraschungen. Der große Poet war Free schließlich nie, da wundert es nicht, wenn er auch hier außer ein paar Standard-Themen kein Neuland betritt. Unfreiwillig ironisch wird er, wenn er am Ende von "She Makes Me Feel Alright", das lang, breit und explizit die sexuelle Bindung zu seinem Hood-Girl ausführt, Michelle Obama als starke Frau hinter Barack ins Feld führt. Doch am Rap selbst gibt es wenig zu rütteln, schließlich lässt sich der erarbeitete Style des Freezers gut genießen. Dahinter steht Jake One mit solider Produktion, während jedoch auch er keine Großtaten begeht. Bestes Stück ist da noch "Never Gonna Change", in dem Jake's charakteristische Snares mit einem Voice-Sample besetzt werden und Free mit einer Story über ein klischeehaftes Gangster-Geplänkel die Sinnlosigkeit von Gewalt illustriert. "The Product" setzt Free in die Rolle der Droge (kollektivierend für sämtliche Süchtigmacher), während das mittelmäßige "Microphone Killa" natürlich einzig und allein dem Mic-Sport gewidmet ist. Die Gastauftritte fallen so unterschiedlich aus wie auch ihre Herkunft: "Follow My Moves" verlässt das Albumniveau nach unten, wobei sich auch Jake an den komplett überflüssigen Cash Money Gast anpasst. Andere Gäste hinterlassen einen besseren Eindruck: Bun B zeigt sich in "Sno'Nuff" gewohnt routiniert, ohne dass dafür der Flow des Albums unterbrochen werden muss. Auch die Hook von "Money" ist schön eingängig von Mr. Porter gesungen (während die Raps über Geldnöte nach der Sause mit dem Birdman etwas widersprüchlich daherkommen). Noch besser zeigt sich Raekwon, der im Chef-Style über das starke "One Thing" flowt. Erwähnenswert wären dann noch der schwungvolle, selbsterklärende Opener "Throw Your Hands Up", "Freekin' The Beat", in dem Free eine Metapher kreiert, welche die von ihm bestiegenen Beats als Damen darstellt, und schließlich das "Stimulus Outro", das eine entspannte Ehrenrunde dreht, in der Freeway mit Vorlesen seiner Fan-Post durchwegs überzeugen kann.

Dem Hype, der sich samt Aufmachung gebildet hat, kann die LP nicht standhalten. Natürlich sind Jake One und Freeway viel zu professionell, um hier etwas anbrennen zu lassen, doch von der Dopeness-Spritze fürs HipHop-Genre, die das Album wohl gerne wäre, sind die beiden weit entfernt. Während man es definitiv nicht mit Jake One's bester Arbeit zu tun hat, konnte sich Freeway im Vergleich zu seinen beiden ersten Alben zweifelsohne steigern, was mit dem Label Rhymesayers fast schon feststand. Darf für "The Stimulus Package" nun also eine Kaufempfehlung ausgesprochen werden? Das Album selbst ist sicherlich kein Must-Have - auch das Prädikat "gut" steht auf wackligen Füßen -, doch zusammen mit seiner einzigartigen Aufmachung ist es eine Anschaffung, die man definitiv in Erwägung ziehen darf.

6.5 / 10

IDE & Skavenger - Addicted To The Vision


Release Date:
15. Januar 2010

Label:
Creative Juices Music

Tracklist:
01. Welcome To The Terrordome (Feat. E.L.S.)
02. Froze In Time (Feat. L.I.F.E. Long & DJ Mista Sinista)
03. Who's Coming With Me (Feat. Madness)
04. Beat Yo Ass (Feat. U.G.)
05. Throw Your Hands Up (Feat. Respect & Ammbush)
06. Reality's A Razor (Feat. Tone)
07. Deep Thought (Feat. Shabaam Sahdeeq)
08. Driven (Feat. I Am Many)
09. Walk Of Life (Feat. Jise)
10. God Bless The Child (Feat. Little Vic)
11. How Long (Feat. SyaR 1)
12. Light Years (Feat. Savage Messiah)
13. My Soldiers (Feat. Steele, Casual & U.G.)
14. The Big Break (Feat. IDE & Alucard)
15. Left & Right (Feat. Relz)
16. Head Banger Pt. 1 (Feat. Civil Savages)
17. Head Banger Pt. 2 (Feat. Know:Juander)
18. Iron Sheik (Feat. Critical & J Freedome)
19. Language Arts (Feat. Mhax Montes)
20. Thats The Way It Goes (Feat. Critical, IDE & Little Vic)
21. Sex Machine (Feat. SouLTwinS)
22. Ongoing (Feat. Breez Evaflowin)
23. Eventual

Review:
Das nächste Werk aus dem Hause Creative Juices ist eine Zusammenarbeit, die schon lange geplant war und nun endlich vollendet wurde: IDE, nimmermüdes Herz des New Yorker Labels, tut sich mit seinem kalifornischen Kollegen Skavenger - seinerseits Teil der Destruments - zusammen, um sich in jaylibscher Manier die Produktionsarbeit für dieses Werk aufzuteilen, während ans Mic die vertraute Liste an Bekannten geladen wird. Die Bekanntschaft der beiden Gastgeber reicht schon einige Jahre zurück und sah bereits einige Kollabos, "Addicted To The Vision" soll nun endgültig zeigen, wie gut sich die beiden vertragen.
 
WRITTEN FOR Rap4Fame

Mit von der Partie sind viele alte Bekannte. Viele, die man schon von zwei gewissen Mixtapes kennt: den beiden "Endless Varieties" Tapes. Da verwundert es wenig, dass "Addicted To The Vision" in vielen Hinsichten einer Albumversion dieser Mixtapes nahekommt. Und auch wenn sich die sympathischen Low-Budget-Zeichnungen fürs Cover-Design verabschiedet haben, so hat man beim Sound nicht viel verändert. Denn die erste schöne Erkenntnis, die man von "Addicted To The Vision" erhält, ist folgende: IDE und Skavenger bleiben sich selbst auf voller Linie treu. Das impliziert weiterhin das Involvieren einiger gänzlich unbekannter Gäste. Klar, die Komponente Jak Progresso hinterlässt nicht mehr ihre eindeutige Duftmarke, doch schmerzlich vermissen wird man ihn nicht, da es genügend andere gibt, die sich einbringen. In "Driven" beispielsweise setzt IDE das frische CJ-Mitglied I Am Many (ehemals Many Styles) auf ein Instrumental, das gerade kantig genug ist, um mit dem einmaligen Emcee zu funktionieren. Doch das transkontinentale Duo hat von den harten Eastcoast-Bangern bis zu relaxter Sommermusik alles im Programm, wobei erstere Fraktion natürlich klar dominiert. Wer Angst hatte, IDE würde, nachdem er auf "Table Of Content" dem herkömmlichen Underground-Sound die Tür einen Spalt öffnete, inzwischen schon auf dem stetig absteigenden Pfad wandeln, der hat sich glücklicherweise geschnitten. Immer noch rumpeln seine Drumlines ungestüm durch die Szenerie und finden in alten Weggefährten wie Alucard, Little Vic, Relz oder L.I.F.E. Long Verbündete. Natürlich darf auch Skavenger's Einfluss nicht vernachlässigt werden, da vor allem die immer wieder und kurz eingeworfenen Instrumentals zwischen den Songs sehr zutragend fürs Gesamtbild wirken. Wo also sitzen die Highlights? Skav kann sich zweifelsohne seine beiden "Head Banger" gutschreiben: den ersten, der mit düsterem Streichergewand IDE Konkurrenz macht, und den zweiten, der einen für ihn so typischen Wechsel zwischen smooth und energisch einbaut. In "Sex Machine" (das gelungen verwendete Sample sollte nicht schwer zu erraten sein) hat man besagten Sommer-Song, "Deep Thought" zeigt Shabaam mit absatzlosem Flow über entspannte Vocal-Samples gleiten, was Mhax Montes ihm im atmosphärisch bedrückteren "Language Arts" gleichtut. Bei IDE's Beiträgen sei auf zwei von "Endless Varieties 2" bereits bekannte Stücke hingewiesen: Während man sich "Ongoing" hätte sparen können, ist eine saubere Version des Brechers "My Soldiers" eine wunderbare Idee. Nachdem Skavenger das Intro mit E.L.S. (der Ähnlichkeiten zu Finale aufweist) beisteuert, setzt IDE mit dem ersten vollen Track, "Froze In Time" mit Glockenspiel und starkem L.I.F.E Long nach. Seine Glanzstücke platziert er gegen Ende, nämlich mit dem rohen "Left & Right" oder dem düsteren "That's The Way It Goes", das in bester CJM-Gewohnheit aufgezogen wird. Toppen kann er das nur noch mit "Iron Sheik", einem Brett, das zwar nicht so einzigartig, dafür unglaublich eingängig und somit perfekt für Critical ist. Dass der Schlusspunkt von beiden zusammen im Instrumental "Eventual" gesetzt wird, erweist sich als passender Abschluss für die Platte.

Diese Compilation ist eine runde Sache. Nicht nur, weil fast alle Tracks hörenswert sind, sondern weil sie durch Skavenger zusammengewoben werden, so dass man diese Scheibe als Hörgang am Stück empfehlen kann. Dass hier nicht der volle Creative Juices Sound zu hören ist, sollte niemanden wundern, schließlich war das nicht der Zweck der Scheibe. "Addicted To The Vision" zeigt, dass IDE und Skavenger gut zueinander passen, auch wenn dabei beide Produzenten aufeinander zugehen und ab und an die letzte Prise ihres eigenen Sounds zurückhalten. Das Ergebnis ist allerdings ausgeprägt genug, um gegen jedes andere Produzentenalbum der letzten Zeit zu bestehen.

6.8 / 10