Release Date:
30. März 2004
Label:
Columbia / Sony
Tracklist:
01. King Of The Streets Intro
02. Face Off - Ghostface Killah & Scarface
03. Angels Around Me - G-Unit
04. Hands On The Pump - Sauce Money, Memphis Bleek & The Game
05. I'm Gone - Eminem & Obie Trice
06. Harlem - Cam'ron & Chinky Brown Eyes
07. Not Your Average Joe - Fat Joe, Joe Budden & Joe
08. Don't Stop The Music - Lil' Flip, Lil' Mo & E-40
09. The Truth - LL Cool J
10. No Problems - Jaheim, N.O.R.E., Nature & Left Gunz
11. Alphabetical Slaughter - Papoose
12. Drama - Lil'jo Jon, David Banner, Bun B & Baby D
13. Who Gives A Fuck Where You From - Three 6 Mafia, Lil Wyte & Frayser Boy
14. Get Retarded - The Diplomats & Twista
15. Census Bureau - D-12
16. Through Your Head - Jae Millz, Angelous, Cashmere, Trife Da God, Maino, True Life & The Bad Seed
17. Untouchables - Prodigy, Raekwon & AZ
18. The Kennedies - Bristal & C. White
19. Celebrity Love - LaLa, Tiffany, Steph Lova, Sunny & Chinky Brown Eyes
30. März 2004
Label:
Columbia / Sony
Tracklist:
01. King Of The Streets Intro
02. Face Off - Ghostface Killah & Scarface
03. Angels Around Me - G-Unit
04. Hands On The Pump - Sauce Money, Memphis Bleek & The Game
05. I'm Gone - Eminem & Obie Trice
06. Harlem - Cam'ron & Chinky Brown Eyes
07. Not Your Average Joe - Fat Joe, Joe Budden & Joe
08. Don't Stop The Music - Lil' Flip, Lil' Mo & E-40
09. The Truth - LL Cool J
10. No Problems - Jaheim, N.O.R.E., Nature & Left Gunz
11. Alphabetical Slaughter - Papoose
12. Drama - Lil'jo Jon, David Banner, Bun B & Baby D
13. Who Gives A Fuck Where You From - Three 6 Mafia, Lil Wyte & Frayser Boy
14. Get Retarded - The Diplomats & Twista
15. Census Bureau - D-12
16. Through Your Head - Jae Millz, Angelous, Cashmere, Trife Da God, Maino, True Life & The Bad Seed
17. Untouchables - Prodigy, Raekwon & AZ
18. The Kennedies - Bristal & C. White
19. Celebrity Love - LaLa, Tiffany, Steph Lova, Sunny & Chinky Brown Eyes
Review:
Zugegeben: Das Cover zum zweiten Teil der "Streetsweepers" weckt dank seiner platten Ausführung nicht gerade die größte Lust, hier zuzugreifen. Doch wenn sich das jemand leisten darf, dann der selbsternannte Mixtape- und Drama-King Kay Slay. 2004, als der Mixtape-Trend voll am Laufen war und als DJ Khaled noch nicht existierte, läutet Kay Slay, ein Jahr nach dem ersten Teil, wieder die Glocken, um eines der sogenannten Monster Line-Ups einzuberufen. Was Kay Slay dabei von einem herkömmlichen Producer-Album unterscheidet, ist die Bandbreite seiner Gäste, die von der eigenen Heimat (New York) bis tief in den zu diesem Zeitpunkt mächtig gehypten Süden reicht.
WRITTEN FOR Rap4Fame
Neben den Heatmakerz stehen Kay Slay dabei eine ganze Reihe an Producern zur Seite, die für einen Sound sorgen sollen, der ebenso vielseitig wie die Gästeliste ist. Zuerst jedoch stellt Kay Slay im "King Of The Streets" Intro klar, dass er immer noch der "King" ist und lässt den Frank White raushängen: "No mixtapes, no samplers, no freestyles, nothing goes down, unless I get a piece, you heard? A freestyle session goes down in the park, I want in! You cats got fat while I was workin' on my album. It's my turn!". Und nun läuft, schön der Reihe nach, jeder ein, der in jenem Jahr im Mittelpunkt stand oder der noch als Geheimtipp galt. Papoose war auch damals schon albumlos, doch als wenig bekannter Mixtape-Emporkömmling bestand noch ernsthafte Hoffnung. Und wie er in "Alphabetical Slaughter", einem seiner bekanntesten und besten Tracks, die 26 Buchstaben auseinandernimmt, hat enormen Stil. Hier ein kleiner Auszug des Buchstaben P: "Plot participator, plan powder pushing premeditated / Po-Po partners patrolin' preventing payment / Prosecuting penny pinchers, prison penalty permanent placement / Packing powerful pistols punk plea and player's playing pavement". Man möchte es kaum glauben, doch auch The Game war im Jahr 2004, dem Jahr, als er über unzählige Mixtape-Appearances den Grundstein seines Hypes legte, noch ein Newcomer. In "Hands On The Pump" bekommt er einen Parkettplatz zugewiesen, den er sich mit zwei Roc-A-Fellas teilen muss: Memphis Bleek und dem vollkommen vergessenen Sauce Money. Der ebenfalls noch nicht zum Superstar mutierte Kanye West bleibt im Hintergrund und steuert den Beat zu "No Problems" bei, das als Streichernummer mit Jaheim-Hook und soliden Rap-Einlagen sehr hörbar gerät. Zu den Mixtape-Kings schlechthin zählten 2004 auch die Diplomats, die hier, noch bevor Juelz oder Jim Jones ins Rampenlicht traten, zweimal vertreten sind: Einmal mit Twista im typischen Dipset-Representer "Get Retarded" und noch einmal (diesmal Cam allein) mit Chinky im anstrengenden, doch gelungenen "Harlem". Die drei Joes kommen zusammen, um "Not Your Average Joe" zu performen, das nicht nur von der Idee her sehr frisch daherkommt. Auch Eminem und sein dreckiges Dutzend waren damals noch vollzählig und legen mit "Census Bureau" einen typischen und sehr soliden Track vor. Em selbst allerdings beweist in "I'm Gone" mal wieder, dass er nie ein guter Producer war. Weitere Prominenz findet sich mit der G-Unit ein, die hier (ohne Yayo) einen wieder sehr typischen Track hinlegt, der mit seiner eingängigen Hook zu den besten Erzeugnissen der Gorillas gehört. Staten Island trifft in "Face Off" auf Houston, wenn mit Ghost- und Scarface zwei Veteranen den Einstiegstrack schmeißen und sich, wie erwartet souverän, keine Blöße geben. Ein weiteres Veteranen-Treffen gibt es in "Untouchables", bei dem man aufgrund des austauschbaren Beats jedoch nichts verpasst hat. Viel mehr begeistert da das heimliche Highlight der Scheibe, das uns Swizz Beatz und LL Cool J bescheren, wenn über einen unverschämt coolen und zurückgelehnten Beat (wer hätte Swizz das zugetraut...) smoothe Weisheiten gekickt werden. Nun zur South-Fraktion: Während "Don't Stop The Music" Papierkorb-Material ist, findet sich mit "Drama" ein wuchtiger Representer und einer der besten Tracks, auf denen Lil' Jon je zugegen war. Wenn die Three 6 Mafia (mit Konsorten) das selbstproduzierte und sehr kennzeichnende "Who Gives A Fuck Where You From" zum Besten gibt, gibt es ebenfalls nicht viel zu meckern. Auch wenn es sich in die Länge zieht, sollen auch die restlichen Tracks Erwähnung finden. Denn im Massenauflauf "Through Your Head" schraubt Stay Gettin' ein Brett zusammen, das von nicht weniger als sieben Jungspunden berappt wird und sich zusammen mit "The Kennedies" bei den besten Tracks der Scheibe einreiht, während das sehr entspannte Kaffeekränzchen ("Celebrity Love") als letzter Song einen sehr gediegenen Abschluss abgibt.
Man muss Kay Slay gratulieren. Nicht dafür, dass ihm eine herausragende Compilation gelungen ist - "The Streetsweeper Vol. 2" hat seine Höhen und Tiefen. Nein, viel eher dafür, dass diese Zusammenstellung einen so guten Überblick über seine Zeit gibt (den Underground natürlich ausgenommen). Das Ganze wird auch nicht vollkommen konzeptlos oder ohne Seele verkauft, was bei solchen Scheiben ja oft der Fall ist. Zudem finden sich einige sehr gute Tracks, die das Werk auch musikalisch aus dem Sumpf des Mittelmaßes heraus hieven. Natürlich könnte man dieses "Album" auch schlechter bewerten, da die Tracks schlussendlich doch größtenteils austauschbar sind, doch alleine dafür, dass man streckenweise sehr gut unterhalten wird und sich außerdem immer sehr gut an das Jahr 2004 erinnert fühlt, bekommt "The Streetsweeper Vol. 2" seine guten Noten.
Man muss Kay Slay gratulieren. Nicht dafür, dass ihm eine herausragende Compilation gelungen ist - "The Streetsweeper Vol. 2" hat seine Höhen und Tiefen. Nein, viel eher dafür, dass diese Zusammenstellung einen so guten Überblick über seine Zeit gibt (den Underground natürlich ausgenommen). Das Ganze wird auch nicht vollkommen konzeptlos oder ohne Seele verkauft, was bei solchen Scheiben ja oft der Fall ist. Zudem finden sich einige sehr gute Tracks, die das Werk auch musikalisch aus dem Sumpf des Mittelmaßes heraus hieven. Natürlich könnte man dieses "Album" auch schlechter bewerten, da die Tracks schlussendlich doch größtenteils austauschbar sind, doch alleine dafür, dass man streckenweise sehr gut unterhalten wird und sich außerdem immer sehr gut an das Jahr 2004 erinnert fühlt, bekommt "The Streetsweeper Vol. 2" seine guten Noten.
6.5 / 10

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