Release Date:
19. August 2008
Label:
Backwoodz Studioz / Green Streets Entertainment
Tracklist:
01. Stay Concious
02. AK-47 (Feat. Vast Aire)
03. Opium Scripts (Feat. Billy Woods)
04. Hattori Hanzo
05. Air Battery (Feat. Tommy Gunn & Billy Woods)
06. Trigganomics
07. Broken Halo (Feat. Invizzibl Men & Hi-Coup)
08. Light
09. In The Mirror (Feat. Vast Aire)
10. Beautiful
11. Learn
12. Peanut Butta Up's
13. Keep Living (Feat. Billy Woods)
14. Imani (Feat. Billy Woods)
15. Megagraphitti
19. August 2008
Label:
Backwoodz Studioz / Green Streets Entertainment
Tracklist:
01. Stay Concious
02. AK-47 (Feat. Vast Aire)
03. Opium Scripts (Feat. Billy Woods)
04. Hattori Hanzo
05. Air Battery (Feat. Tommy Gunn & Billy Woods)
06. Trigganomics
07. Broken Halo (Feat. Invizzibl Men & Hi-Coup)
08. Light
09. In The Mirror (Feat. Vast Aire)
10. Beautiful
11. Learn
12. Peanut Butta Up's
13. Keep Living (Feat. Billy Woods)
14. Imani (Feat. Billy Woods)
15. Megagraphitti
Review:
Im Sommer 2008 erfreut ein gewisses Label aus New York seine Hörerschaft mit gleich zwei Releases. Die Rede ist von den Backwoodz Studioz, einem kleinen Nischen-Label, in dem ein kleiner Kreis eingespielter und doch viel zu unbekannter Emcees ein Zuhause gefunden hat. Der bekannteste im Roster ist auch der, der hier parallel zu den Invizzibl Men sein nunmehr zweites Soloalbum vorlegt - Vordul Mega geht als eine Hälfte von Cannibal Ox mit "Megagraphitti" an den Start.
WRITTEN FOR Rap4Fame
Dass Vordul Mega Depressionen plagten, schlägt sich natürlich auf die Atmosphäre dieses Albums nieder, so wie es schon beim Debüt der Fall war. Seine Stimme hatte bekanntermaßen schon immer etwas Trübsinniges, Kaltes und Düsteres. Diese Attribute heben ihn auch heute noch von seinen Kollegen ab und machen es zu einem Genuss, ihm beim Flowen zu lauschen. Da stört auch die Tatsache nicht, dass sich seine Raps inhaltlich oft wiederholen. Mega mimt den verbitterten Veteranen, der über die zerbrochene Welt um ihn herum sinniert. Nicht verwunderlich, dass einer seiner Tracks mit "Trapped in the darkness..." eingeleitet wird. Einen Gleichgesinnten findet Mega in Billy Woods ("Air Battery", "Keep Living", "Imani" und "Opium Scripts"), einem der Künstler von Backwoodz, der mit einer nicht minder markanten Stimme und einer guten Portion Können eine feine und zynische Ergänzung am Mic darstellt, die auch viermal konsultiert wird. Was nun die Produktionen betrifft, so wandeln die dort geladenen Herren von gänzlicher Unbekanntheit bis hin zu Bronze Nazareth, El-P oder Sid Roams. Keine Angst, Letztere fügen sich mit ihrem Beitrag gut ins Gesamtbild. Dieses Gesamtbild bedeutet: kratzige, dunkle und rohe Produktionen, die dem Ostküsten-Fan das Herz aufgehen lassen. Reduzierte Beats, dezenter Einsatz von Streichern und Samples - und den Rest macht Vordul selbst. "Stay Conscious" gibt den trist-pumpenden Anfang und in "AK-47" kommt neben Vast Aire außerdem ein leichter Hauch Cold Vein-Feeling auf. Auch wenn Bronze Nazareth mit "Trigganomics" nur Altbekanntes serviert (vielen wird dieses Sample, beispielsweise von der 2005er Afu-Ra / Masta Killa Kollabo, bekannt sein), gibt es zu keinem Zeitpunkt einen Grund zu ernsthafter Beschwerde. Auch nicht, wenn El-P mit seinem Beitrag "Keep Living" hinter den Erwartungen zurückbleibt. Das biegen die weniger Namenhaften wieder gerade. Zach One steuert neben dem erwähnten Opener noch den letzten und Titel-Track bei, der ganz großes Kino ist und in puncto düstere Atmosphäre sämtliche Ostküstenkonkurrenz dieses Jahres ausschaltet. DJ Marmaduke kann sich ebenfalls profilieren, wenn er in "Hattori Hanzo" ein absolutes Überbrett auf die Theke knallt. Weniger hingegen schafft dies Ex-Monsta Tommy Gunn, der einen für ihn vollkommen untypisch blassen Auftritt hinlegt. Da ein solcher jedoch immer noch einiges hermacht, lässt sich auch dieser Punkt verkraften. Und wenn Megallah in "Imani" zusammen mit Billy Woods schwermütig in großartig produzierter musikalischer Kälte schwelgt, sollte man sowieso zufrieden sein.
Dieses Album genießt man am besten alleine an einem kalten, unfreundlichen Wintertag. Trotz der sehr langen Entstehungszeit hat sich am Gemütszustand von Vordul Mega nicht viel verändert, was dem Album einen einheitlichen Sound verleiht, der nur durch wenige Sonnenstrahlen ("Beautiful") durchbrochen wird. Backwoodz ist ganz klar die richtige Heimat für Mega, der im Direktvergleich mit seinem Can Ox-Partner ("Dueces Wild") eindeutig die Nase vorne hat. Denn "Megagraphitti" liefert wie kein anderes Album seines Jahrgangs einen durch die Bank weg gut produzierten, kalten und trotzdem atmosphärischen Ostküsten-Sound der Sorte, die eigentlich schon als halb ausgestorben gilt.
Dieses Album genießt man am besten alleine an einem kalten, unfreundlichen Wintertag. Trotz der sehr langen Entstehungszeit hat sich am Gemütszustand von Vordul Mega nicht viel verändert, was dem Album einen einheitlichen Sound verleiht, der nur durch wenige Sonnenstrahlen ("Beautiful") durchbrochen wird. Backwoodz ist ganz klar die richtige Heimat für Mega, der im Direktvergleich mit seinem Can Ox-Partner ("Dueces Wild") eindeutig die Nase vorne hat. Denn "Megagraphitti" liefert wie kein anderes Album seines Jahrgangs einen durch die Bank weg gut produzierten, kalten und trotzdem atmosphärischen Ostküsten-Sound der Sorte, die eigentlich schon als halb ausgestorben gilt.
8.0 / 10

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